Weniger Verpackungen und Zukunft aus Sand

Ein verpixeltes Bild von zwei Frauen, die sich freuen und die Hände nach oben reißen

Guten Morgen!

Wie die EU gegen Einwegverpackungen kämpft, der Krebsforschung ein Durchbruch gelingt und Sand der Energiespeicher der Zukunft sein könnte. Das und mehr wie jeden Samstag in der Guten Woche.

Ein verpixeltes Bild von mehreren Menschen, die uns den Rücken zugewandt haben und die Arme heben
  • Die EU schränkt die Verwendungen von “PFAS” bei Lebensmittelverpackungen ein. Die als “Ewigkeits-Chemikalien” bekannten Industriechemikalien werden immer noch in vielen Bereichen eingesetzt, obwohl sie wegen ihrer Langlebigkeit schädlich für Umwelt und Gesundheit sind. Seit dieser Woche gibt es wesentlich strengere Grenzwerte für die Chemikalien, wenn sie in der EU für die Verpackung von Lebensmitteln eingesetzt werden. Es ist eine von mehreren Maßnahmen der EU, um in den kommenden Jahren Verpackungsmüll zu verringern. So verbietet sie ab 2030 auch kleine Einwegverpackungen, etwa bei Sojasaucen oder Ketchup-Päckchen, wenn sie als nicht notwendig eingestuft werden.

Verpixeltes Foto von drei Windrädern
  • Erholung am Great Barrier Reef: Ein später Sommermonsun hat für Abkühlung in der größten von Lebewesen geschaffenen Struktur gesorgt. Hitzewellen können Korallenbleiche auslösen. Durch den Monsun wurden diese heuer verhindert. Vor allem im Norden und im Zentrum des Reefs zeigte sich eine positive Entwicklung: Die Bedeckung mit lebenden Hartkorallen stieg zwischen August 2025 und Juni 2026 von 30 auf 35,1 Prozent im Norden, bzw. von 28,6 auf 31,6 Prozent im Zentrum.

Verpixeltes Foto von einer Person in einem Labor, die in ein Mikroskop blickt
  • Zum ersten Mal gibt es positive Ergebnisse in der letzten Phase von klinischen Studien bei einem mRNA-Krebsimpfstoff. Der Impfstoff der Pharmakonzerne Merck und Moderna wurde bei Patient:innen von schwarzem Hautkrebs nach deren Operation eingesetzt. Es handelt sich also nicht um eine präventive Impfung, sondern um eine Behandlungsmethode. Bei der Studie blieben die behandelten Personen dank der Behandlung nach der Entfernung ihres Tumors krebsfrei. Wie lange die Wirkung anhält, kann allerdings noch nicht eingeschätzt werden. Expert:innen warnen zwar, dass man die offiziellen Studienergebnisse noch abwarten müsse. Sollte es sich bewahrheiten, sei es aber ein Durchbruch in der Entwicklung von mRNA-Impfstoffen gegen Krebs.

  • Mit Batterien kann man den Strom von erneuerbaren Energieerzeugern nutzen, wenn sie gerade selbst keinen erzeugen. Doch Batterien sind selbst oft teuer oder werden mit seltenen Erden hergestellt. In Finnland gibt es jetzt seit etwa einem Jahr Erfahrungen mit einer neuen Art von Batterie. Der dabei verwendete Rohstoff: Sand. Die bisher größte kommerzielle Sandbatterie steht in der Gemeinde Pornainen in Südfinnland. Der Sand wird dabei durch Elektrizität von erneuerbaren Energieträgern aufgeheizt, wenn diese billigen Strom erzeugen. Die Hitze kann mehrere Wochen gespeichert und so für die Wärmeversorgung der Gemeinde verwendet werden, wenn der Strom teurer ist. Eine Aufladung der Batterie konnte die Haushalte im Winter eine Woche, im Sommer einen ganzen Monat mit Wärme versorgen. Bisher wurde in Pornainen mit Öl oder Holzhackschnitzeln geheizt. Die Umstellung bedeutet, dass 70 Prozent weniger Emissionen erzeugt wurden und der Verbrauch von Hackschnitzeln um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist.

verpixeltes Bild einer Superheldin mit Cape
  • Freund:innen und enge soziale Bindungen wirken sich laut der Global Flourishing Study positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit aus. In der Studie wurden Angaben von über 200.000 Personen aus 22 Ländern ausgewertet. Eine zentrale Erkenntnis: Wer zufriedener mit Freundschaften und Beziehungen im eigenen Leben ist, berichtet auch von größerer Zufriedenheit mit der eigenen Gesundheit. Gute soziale Beziehungen beschreibt der Bericht als eine universelle Säule des Wohlbefindens - und fordert Regierungen weltweit auf, mehr politische Maßnahmen für ihre Förderung umzusetzen.

verpixeltes Bild einer Gruppe Menschen, die alle in die Kamera blicken

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