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Weniger Geld für Geldige, mehr für Menstruierende

Ein verpixeltes Bild von zwei Frauen, die sich freuen und die Hände nach oben reißen

Guten Morgen!

Bessere Luft in London, eine Steuer auf Vermögen in Kalifornien, billigere Menstruationsprodukte in Österreich. Die Woche war heiß, gute Nachrichten gab es trotzdem einige auf der Welt. Die Gute Woche liefert dir auch heute wieder die wichtigsten.

Ein verpixeltes Bild von mehreren Menschen, die uns den Rücken zugewandt haben und die Arme heben
  • In Kalifornien hat eine Initiative für eine einmalige Vermögenssteuer für Milliardäre genügend Stimmen gesammelt. Nun kommt es im November zu einer Volksabstimmung darüber. Die Einnahmen von rund 100 Milliarden Dollar sollen in Gesundheitsversorgung, Bildung und soziale Programme fließen. Tech-Milliardäre wie Google-Mitbegründer Sergey Brin und Peter Thiel versuchen noch sich mit millionenschweren Kampagnen zu wehren, und Gouverneur Gavin Newsom warnt, dass Unternehmen abwandern und Steuern wegfallen würden. Die Gewerkschaften halten aber dagegen und unterstützen die Initiative als dringende Antwort auf wachsende Ungleichheit.

  • Die Umsatzsteuerbefreiung für Periodenprodukte und Kondome ist seit Anfang des Jahres in Kraft. Nun hat die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) festgestellt, dass die Maßnahme auch vollständig bei Konsument:innen ankommt. Die Preise sind schließlich flächendeckend zurückgegangen, nachdem das nicht überall von Anfang an der Fall war und sich Konsument:innen an die BWB gewandt hatten. Verstöße gegen das Preisgesetz wurden an Bezirksbehörden weitergegeben.

Verpixeltes Foto von drei Windrädern
  • LEGO baut in Billund in Dänemark seinen bisher größten Solarpark und setzt damit einen großen Schritt in Richtung Klimaneutralität. Die Anlage soll ab 2027 so viel Strom erzeugen, wie das Unternehmen dort insgesamt verbraucht – und damit den Standort vollständig mit erneuerbarer Energie versorgen. Besonders ist, dass das Projekt nicht nur Treibhausgas-Emissionen senkt, sondern ein Teil des Areals für Biodiversitätsflächen und Naherholungsgebiete reserviert bleibt. Das Projekt zeigt, dass es funktionieren kann, bei industriellen Projekten auch Umwelt, Natur und Gesellschaft mitzudenken.

  • Seit 2017 hat London im Zentrum der Stadt zwei Maßnahmen eingeführt, um Autos mit schlechten Abgaswerten abzuschrecken: die “Giftigkeits-Gebühr” (2017) und ihre Weiterentwicklung zur “Ultra-Niedrigaustoß-Zone” (2019) senkten den schlimmsten Teil des Verkehrs dementsprechend. Die Folgen auf die Gesundheit zeigten sich laut einer neuen Studie bereits bis März 2020 (also vor den Corona-Maßnahmen): In der Innenstadt sanken die Notfallaufnahmen von erwachsenen Anwohner:innen im Vergleich zu anderen Gegenden der Stadt wegen Herzgefäßerkrankungen um rund 9 Prozent, Atemwegsproblemen um 3 Prozent. Insgesamt sanken die Notaufnahmen im Zentrum im Vergleich zu Kontrollgegenden um 5 Prozent.

verpixeltes Bild einer Superheldin mit Cape
  • Der internationale Sportsgerichtshof hat der schwedischen Profi-Fußballerin Maja Göthberg Recht gegeben, deren bereits grundlegend ausgehandelte Vertragsverlängerung von ihrem Fußballklub (Lazio Rom) gestoppt wurde, als sie ihn von ihrer Schwangerschaft informierte. Das Urteil wird als wegweisend gefeiert, um den Mutterschutz auch im Profifußball zu stärken. Lazio wurde zu einer Schadensersatzzahlung von 70.000 Euro verurteilt.

verpixeltes Bild einer Gruppe Menschen, die alle in die Kamera blicken

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