Strafe für Meta und Kondome für Eltern

Ein verpixeltes Bild von zwei Frauen, die sich freuen und die Hände nach oben reißen

Guten Morgen!

25 Milliarden US-Dollar Strafe für Meta, Kondome für werdende Eltern und mehr gute Nachrichten findest in dieser Ausgabe der Guten Woche.

Ein verpixeltes Bild von zwei Frauen mit Schutzhelmen
  • Arbeitnehmer:innen in der EU sollen künftig besser geschützt werden. Die EU-Mitgliedsstaaten haben dafür strengere Grenzwerte für mehrere chemische Substanzen beschlossen. Solche werden beispielsweise bei der Herstellung von Batterien, Magneten oder Hartmetallen verwendet. Die neuen Grenzwerte legen fest, wie stark Arbeitnehmer:innen diesen im Laufe von acht Stunden ausgesetzt sein dürfen. Die neuen Grenzwerte sollen in den kommenden 40 Jahren rund 1.700 Lungenkrebsfälle und 19.000 andere Erkrankungen verhindern.

Ein verpixeltes Bild von mehreren Menschen, die uns den Rücken zugewandt haben und die Arme heben
  • Der finnische Staat schenkt werdenden Eltern eine Mutterschaftsbox, auch “Babybox” genannt, und stockt diese auf. Vergangenes Jahr waren 38 Produkte im Wert von 170 Euro in der Box enthalten. Dieses Jahr sind es 52 Produkte im Wert von 210 Euro. Darunter ein Ball, ein Schlafsack, ein Handtuch, eine Nagelschere und ein Merinowolle-Anzug. Zurückgekehrt sind Gleitmittel und eine Packung Kondome, die im vergangenen Jahr nicht enthalten waren. Damit unterstützt Finnland Familien sowohl finanziell als auch was mentale Arbeit und Organisation betrifft.

  • Meta muss 25 Milliarden US-Dollar Strafe an den US-Bundesstaat New Mexico zahlen. Mark Zuckerbergs Tech-Konzern habe über 40 Millionen mal gegen die dort geltenden Verbraucherschutzgesetze verstoßen. Nutzer:innen seien in mehreren Bereichen getäuscht worden: Kontrolle über eigene Daten, den Missbrauch von Daten durch Dritte, Desinformation, Hassrede sowie die gleichmäßige Durchsetzung von Regeln. Es geht dabei unter anderem um den 2018 bekanntgewordenen Skandal rund um die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica. Dort wurden Daten aus einer harmlos erscheinenden Umfrage zur Erstellung von Nutzerprofilen genutzt, die dann mit Cambridge Analytica geteilt wurden.

    Es ist die bislang höchste Strafe gegen Meta. Argumentiert wird das damit, dass es zweifelhaft sei, ob Meta tatsächlich nennenswerte Änderungen vornehmen würde, wenn die Strafe nicht auch den Aktienkurs des Unternehmens beeinträchtige. Meta kündigte bereits zu einem früheren Zeitpunkt an, sich wehren zu wollen.

Verpixeltes Foto von einer Person in einem Labor, die in ein Mikroskop blickt
  • Personalisierte mRNA-Impfstoffe gegen Melanome, die tödlichste Form von Hautkrebs, zeigen Wirkung. Im Vergleich zur Standardbehandlung haben die mRNA-Impfstoffe das Risiko, am Hautkrebs zu sterben oder noch einmal zu erkranken, um 42 Prozent gesenkt. Das sind die Ergebnisse einer klinischen Studie mit 1.137 Patient:innen. Ihnen war das Melanom zuvor chirurgisch entfernt worden. Danach erhielten sie entweder den mRNA-Impfstoff, das bereits etablierte Medikament Keytruda oder ein Placebo, also ein Scheinmedikament ohne Wirkstoff.

    Die Pharmakonzerne Merck und Moderna stehen laut Berichten bereits mit Zulassungsbehörden im Austausch, um eine Zulassung zu bekommen. Darüber hinaus macht das Ergebnis Hoffnung, dass mRNA-Impfstoffe und individualisierte, gezielte Medikamente einen neuen Ansatz in der Krebsbehandlung ermöglichen.

verpixeltes Bild einer Gruppe Menschen, die alle in die Kamera blicken

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