Smartes gegen KI-Brillen

Ein verpixeltes Bild von zwei Frauen, die sich freuen und die Hände nach oben reißen

Guten Morgen!

Gegen übergriffige Brillen und schmutzige Energie ist ein Kraut gewachsen - vielleicht aus Totholz. Die Gute Woche lässt dich auch an diesem Wochenende nicht den Blick auf die positiven Entwicklungen der Welt verlieren. Vielleicht schickst du sie ja an Freund:innen weiter, die auch eine Portion positivem Realismus vertragen können und unseren Newsletter auch abonnieren sollten?

Ein verpixeltes Bild von mehreren Menschen, die uns den Rücken zugewandt haben und die Arme heben
  • “Smart Glasses” sind zunehmend umstritten. Die als Brille getarnten Computer mit eingebauter Kamera und KI sind missbrauchsanfällig. Eine genaue Zahl, wie oft es passiert, gibt es natürlich nicht, aber vor allem Frauen erleben zu oft, dass sie damit heimlich gefilmt werden. Manchmal landen die Aufnahmen auf privaten Festplatten - manchmal auch in Online-Netzwerken, wo sie die Opfer entblößen oder Hass aussetzen. Eine grundsätzliche Schwierigkeit: Man weiß - anders als bei Handys und anderen Kameras - einfach nicht, wann man aufgenommen wird. Das Problem ist naheliegenderweise noch recht neu, die Politik reagiert mittlerweile aber zum Teil darauf. In Schwimmbädern und öffentlichen Verkehrsmitteln in Hamburg wollen die Regierung aus SPD und Grünen gemeinsam mit der Linken das Tragen solcher Geräte nun untersagen. Die Stadtregierung (Hamburg ist ähnlich wie Wien Bundesland und Stadt zugleich) setzt sich auch dafür ein, das bundesweit zu regulieren und dabei etwa KI-gestützte Gesichtserkennungssoftware zu verbannen. In Norwegen hat die Regierung bereits eine solche Regulierung am Plan.

  • In Österreich beginnt das neue Schuljahr. Seit heuer ist die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) als Schulfach für eine “zweite lebende Fremdsprache” verankert. 2029 könnten die ersten Schüler:innen in diesem Fach maturieren. (Über das Problem des mangelnden Zugangs zu ÖGS-Angeboten haben wir schon hier einmal berichtet.)

Verpixeltes Foto von drei Windrädern
  • Was man tun kann, um den Artenschutz zu stärken? Vielleicht auch einfach mal nichts. Totes Holz von abgestorbenen Bäumen kann und sollte man nach Möglichkeit etwa einfach liegen lassen. Viele Arten von Pilzen, Pflanzen und Tieren leben von und in diesem Holz - auch gefährdete Arten. Im Botanischen Garten Wien wird das etwa gemacht. Dort sind in den vergangenen beiden Jahren zwei seltene Käfer aufgetaucht.

  • In China gab es in der Stromproduktion im Juli zum ersten Mal mehr installierte Leistung aus Photovoltaik als aus Kohle. Weltweit haben Erneuerbare Energieträger 2025 bereits ein Drittel der Stromproduktion geschafft.

  • Im Kampf gegen die Klimakrise ist es ebenfalls wichtig, dass wir weniger tierische Produkte zu uns nehmen: Vor allem Fleisch. Wer genau wissen will, was in Fleischersatzprodukten ist, kann eine neue Methode ausprobieren, sie selbst aus unterschiedlichen Hülsenfrüchten herzustellen. Die ETH Zürich hat ein neues Verfahren dazu entdeckt.

Verpixeltes Foto von einer Person in einem Labor, die in ein Mikroskop blickt
  • Es gibt womöglich einen Durchbruch bei Impfstoffen gegen schwarzen Hautkrebs. Die US-Pharmakonzerne MSD und Moderna berichten von positiven Ergebnissen in der letzten Phase der klinischen Studie. Bei dem Impfstoff “Intismeran Autogene” handelt es sich um einen mRNA-Therapie-Impfstoff.

  • Bei mehr als der Hälfte aller Chemotherapien erleiden die Patient:innen Nervenschäden, die zu Schmerzen, Taubheit, Kribbelgefühlen und motorischen Einschränkungen führen können. Bisher gibt es dafür keine Behandlung; viele Menschen brechen wegen dieser Nervenschäden ihre Chemotherapie ab. Jetzt sind Forschende einer Möglichkeit auf der Spur, solche Nervenschäden künftig zu verhindern: Studien an Mäusen und an menschlichem Nervengewebe deuten darauf hin, dass der psychoaktive Wirkstoff Psilocybin Nervenschäden vorbeugen könnte. Ob das auch bei Menschen funktioniert, muss allerdings noch in klinischen Studien erforscht werden. Ob Psilocybin auch bei bereits bestehenden Nervenschäden helfen kann, ist ebenfalls unklar.
    (Falls dir der Name des Wirkstoffs bekannt vorkommt: Er wird schon seit einiger Zeit auch als mögliche Therapie für Depressionen getestet.)

verpixeltes Bild einer Superheldin mit Cape
verpixeltes Bild einer Gruppe Menschen, die alle in die Kamera blicken

Folgende Top-Stories hast du diese Woche nur auf MOMENT.at gelesen.

Schönes Wochenende!

Das MOMENT.at-Team

Unterstütze MOMENT.at

MOMENT.at arbeitet unabhängig von Parteien, Banken und Konzernen. Damit das möglich ist, brauchen wir die Hilfe möglichst vieler Menschen. Alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du hier. Jeder Euro macht einen Unterschied. Danke!