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Sägt nieder, was euch einschränkt

Guten Morgen!
Eine traurige Woche liegt hinter uns, und dennoch gab es auch diesmal wieder viele positive Entwicklungen, über die zu wenig berichtet wird. Wir haben einige davon wie jede Woche für dich in der Guten Woche gesammelt.

Auf Musikplattformen und im Radio werden rein KI-generierte Musikstücke immer häufiger. In Australien hat jemand vor einigen Wochen “Like a Prayer” von Madonna mit einer KI neu interpretiert und ist damit sogar auf Platz 4 der Charts gelandet. Die Musikindustrie dort wehrt sich jetzt dagegen. In den offiziellen Musikcharts werden Songs ausgeschlossen, die hauptsächlich von einer “Künstlichen Intelligenz” erzeugt werden. Als Hilfsmittel bleibt es erlaubt.
Sie sägen sie nieder, stecken sie aus, sprühen Farbe auf die Kameras: US-Amerikaner:innen haben Flock-Kameras den Kampf angesagt. Das Bemerkenswerte daran: Der Protest kommt nicht nur von einer Seite. Und das gilt nicht nur für Flock. Tech-Konzerne vereinen immer mehr Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten im gemeinsamen Kampf gegen ihre Produkte. Die Überwachungskameras kommen bei den Menschen nicht gut an - und zwar egal, aus welchem politischen Lager. Sowohl Wähler:innen von Demokraten als auch von Republikanern sind laut Umfragen dagegen. Und unterstützen Menschen, die gegen die Kameras vorgehen, auch wenn es illegal ist. Für soziale Bewegungen ist es sehr selten, von allen Seiten so unterstützt zu werden. Ähnliches kann man beim Kampf gegen Rechenzentren beobachten. Sieben von zehn US-Amerikaner:innen sind mittlerweile dagegen, es gilt als wichtiges Thema bei den Midterms. Immer öfter sorgen Tech-Konzerne ungewollt dafür, dass Menschen zusammenfinden und einen gemeinsamen Nenner finden.

“Die Ära von Solarenergie zu jeder Zeit hat begonnen”, heißt es in einem Bericht des Energie-Thinktanks “Ember”. Weltweit seien 2026 bisher nämlich 50 Prozent mehr Batterien als bisher installiert worden - dadurch könne immer mehr erneuerbare Energie rund um die Uhr zugänglich gemacht werden. Das wiederum stärkt vor allem das Argument für Energie aus der Sonne. Batterien seien laut “Ember” nun billig und gut genug, um die Energiewende zu unterstützen. Die Rolle der Solarenergie dabei könne deshalb wichtiger werden, als bisher erhofft. 2026 hat Energie aus der Sonne bisher 10 Prozent der weltweiten Stromerzeugung beigetragen. Doppelt so viel wie noch vor drei Jahren.
In der englischen Hauptstadt London wurde 2021 eine Umweltzone mit niedrigen Schadstoffausstößen eingeführt - 2023 wurde sie auf die ganze Stadt ausgeweitet. Autos und Fahrzeuge mit schlechten Werten dürfen in der Stadt gar nicht mehr oder nur noch gegen eine hohe Gebühr fahren. Das führte natürlich zu einem Rückgang dieser Fahrzeuge - und der Schadstoffe. Eine groß angelegte Studie, die das Lungenvolumen von 3.400 Kindern in London und einer anderen Stadt ohne Umweltzone verglichen hat, zeigt nun: Seit dieser Maßnahme hat sich das Lungenvolumen zwar in beiden Städten verbessert (alte, besonders schädliche Autos verschwinden mit der Zeit überall) - aber in London deutlich mehr. Die Lungen der Kinder können sich ohne die Schadstoffe gesünder entwickeln. Damit sinkt auch die Gefahr von Lungenkrankheiten - zum Beispiel Asthma.

Wieder gibt es gute Nachrichten im Kampf gegen Krebs: In den USA wurde ein neues Mittel gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs zugelassen. Die Krebsform gilt als aggressivste Krebsform mit den schlechtesten Aussichten für Betroffene. Das Medikament, das unter dem Namen “Rasonque” vertrieben wird, ist kein Heilmittel. Aber es hat in Versuchen die Lebenserwartung von Menschen mit metastasierendem Krebs im Vergleich zu einer Behandlung mit Chemotherapie fast verdoppelt. Im Median betrug die Lebenserwartung damit 13 Monate, manche Betroffene lebten damit noch mehrere Jahre. Kein anderes Mittel hat bisher bei Bauchspeicheldrüsenkrebs so stark angeschlagen.

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