Milliardäre hassen diesen Trick

Header für die gute Woche

Guten Morgen!

Ein vorsichtges “Tax the Rich” kommt diese Woche von der UNO. Das und mehr haben wir in dieser Guten Woche für dich gesammelt. Viel Freude wünschen wir.

  • Die UNO “plant” aktuell was Gescheites. Unter ihrem Dach verhandeln nämlich die Staaten der Welt die Konvention zur internationalen Steuerkooperation. Das bräuchte es aus zwei Gründen. Erstens: Das internationale Steuersystem ist nicht gerecht. Wer es sich leisten kann, parkt Geld in Steuersümpfen – meistens sind es Überreiche. Zweitens: Um gegen die Klimakrise kämpfen zu können, braucht es viel Geld - besonders in ärmeren Regionen. Das soll das UN-Steuerabkommen angehen. Die Staaten der Welt diskutieren eine globale Vermögenssteuer für extrem reiche Menschen - und höhere Abgaben für fossile Unternehmen. Bisher gab es solche Steuerabkommen vor allem unter reichen Staaten. Im neuen System wären viel mehr Länder beteiligt. So würden Steuerlücken gestopft, ärmere Staaten würden profitieren.

  • Verbote sind etwas Gutes, zeigt jetzt auch eine Studie zu Bleikonzentration in Haaren. Forscher:innen der Universität Utah haben Haarproben von Einwohner:innen auf Blei untersucht, berichtet EurekAlert!. Die reichen bis zu ein Jahrhundert zurück. Das Ergebnis: Als es noch keine Bleiverbote gab, sei die Konzentration in den Haaren 100-mal höher gewesen als heute.

    Blei ist ein Schwermetall, das bereits in geringen Mengen giftig ist. Wegen unterschiedlicher Eigenschaften wurde es dennoch lange in vielen Bereichen verwendet: für die Herstellung von Rohren, in Farben und in Benzin. In den 1970ern wurde anerkannt, wie giftig Blei ist und schrittweise verboten.

    Die Studienautor:innen warnen allerdings auch, dass die Trump-Regierung die Bleivorschriften im Zuge von umfassenden Lockerungen des Umweltschutzes gerade wieder abschwächt.

Klima-Hoffnung
  • Geben Solarmodule tatsächlich nach 25 Jahren den Geist auf, wie oft behauptet wird? Denkste. Eine Untersuchung aus der Schweiz zeigt, dass sie auch nach 30 Jahren noch gute Leistungen erbringen können. Die Forscher:innen haben sich dafür sechs Solaranlagen angesehen, die zwischen 1987 und 1993 in unterschiedlichen Regionen erbaut wurden. Im Schnitt hat die Leistungsfähigkeit der Anlagen pro Jahr um 0,25 Prozent nachgelassen. Die Unterschiede zwischen den Systemen waren teilweise groß. Je höher die Anlagen gebaut wurden, desto langlebiger waren sie, da sie weniger hohe Temperaturen aushalten mussten. Auch das Material macht einen Unterschied - je höherwertig, desto besser. Für moderne Photovoltaikanlagen heißt das: Die theoretisch vorgegebene Lebensdauer dürfte in der Praxis deutlich darüberhinaus reichen.

  • Das Auto wird für junge Menschen in Wien immer unwichtiger. 21- bis 30-Jährige legen nur noch 13 Prozent der Wege motorisiert zurück. Dafür sind vor allem junge Männer verantwortlich: zwei Drittel weniger fahren heute Auto. Junge Frauen fuhren bereits zuvor seltener Auto. Das hat auch eine nachhaltige Wirkung: Wer unter 30 aufs Auto verzichtet, bleibt meist dabei. In Wien besitzen bereits 60 Prozent der 21–30-Jährigen kein Auto mehr und nutzen stattdessen Öffis, Rad oder gehen zu Fuß. Die Politik muss darauf reagieren: Rad-, Fußwege und Öffis gehören ausgebaut, Autos sollten weniger Platz bekommen.

Folgende Top-Stories hast du diese Woche nur auf MOMENT.at gelesen.

Schönes Wochenende!

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