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Mehr Meer wagen

Guten Morgen!
Gute News für die Weltmeere sind auch gute News für uns. Im Newsletter liest du außerdem, warum es immer mehr Erfolge gegen Lungenkrebs gibt und es jungen Menschen etwas besser geht. Viel Freude mit der Guten Woche!

Vergangene Woche ist das neue UN-Hochseeschutzabkommen in Kraft getreten. Dieses Abkommen ist ein echter Meilenstein für den internationalen Meeresschutz. Erstmals gibt es ein völkerrechtlich verbindliches Regelwerk zum Schutz der biologischen Vielfalt auf der Hohen See, also in jenen Meeresgebieten außerhalb nationaler Hoheitszonen. Diese machen rund zwei Drittel der Weltmeere aus und galten bisher weitgehend als unzureichend reguliert. Das Abkommen ermöglicht die Schaffung von Meeresschutzgebieten in internationalen Gewässern. Ziel ist es, den massiven Verlust von Artenvielfalt in den Ozeanen einzudämmen und internationale Schutzvorhaben zu unterstützen. Umweltorganisationen begrüßen das Abkommen. Sie betonen aber, dass seine Wirksamkeit von konsequenter Umsetzung und internationaler Zusammenarbeit abhängt.
Die Umweltorganisation The Ocean Cleanup hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 45 Millionen Kilogramm Müll aus Ozeanen und Flüssen entfernt. Möglich wurde das durch spezielle Sammelsysteme auf hoher See sowie sogenannte „Interceptor“, die Plastikmüll bereits in Flüssen abfangen, bevor er ins Meer gelangt. 2025 konnte die Organisation ihre Sammelmenge deutlich steigern. Gegründet wurde das Projekt vom Niederländer Boyan Slat, der auf technische Lösungen gegen Plastikverschmutzung setzt. Gleichzeitig betont The Ocean Cleanup, dass Aufräumaktionen allein nicht ausreichen und vor allem die Vermeidung von Plastikmüll an der Quelle entscheidend bleibt.

Lungenkrebs ist in der EU weiterhin die häufigste Ursache für Krebstodesfälle, doch die Sterberaten gehen spürbar zurück. In fast allen Altersgruppen sterben inzwischen deutlich weniger Menschen an dieser Krankheit, was vor allem auf einen Rückgang des Rauchens zurückgeführt wird. Während die Sterblichkeit bei Männern schon länger sinkt, sinken nun auch die Zahlen bei Frauen. Besonders deutlich ist der Rückgang bei jüngeren Menschen unter 45 Jahren bemerkbar. Allerdings gibt es Ausnahmen: Bei Frauen ab 75 Jahren steigt die Sterberate weiterhin, weil sie später mit dem Rauchen begonnen haben und später aufhören. Die Forschenden betonen, dass der beste Schutz vor Lungenkrebs nach wie vor darin besteht, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Lungenkrebs bleibt eine große Herausforderung für die Gesundheitsversorgung. Die sinkenden Raten zeigen aber, wie wichtig Vorsorge und Raucherentwöhnung sind.
Die Lebenszufriedenheit von Kindern und Jugendlichen in Österreich ist laut einer aktuellen Umfrage im Jahr 2025 im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, zugleich berichten weniger Befragte über depressive Symptome. Die Untersuchung wurde im Rahmen des Präventionsprojekts Mental Health Days mit über 8.000 Schüler:innen und Lehrlingen durchgeführt und zeigt positive Veränderungen, auch wenn noch kein langfristiger Trend festgestellt werden kann. Besonders auffällig war ein Rückgang der täglichen Smartphone- und sozialen Netzwerknutzung, was mit dem seit Mai 2025 geltenden Handyverbot in unteren Schulstufen in Zusammenhang gebracht wird. Der Anteil der Jugendlichen mit depressiven Symptomen sank von 15 Prozent auf 12 Prozent. Das Niveau der psychischen Belastung liegt jedoch weiterhin über dem vor der COVID-19-Pandemie. Die Studie weist auch darauf hin, dass Mädchen, divers-identifizierende Jugendliche und junge Menschen aus weniger privilegierten Verhältnissen stärker belastet sind.

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