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Konsensueller Sex für alle!

Guten Morgen!
Konsens sollte die Grundlage jeder sexuellen Begegnung sein - egal in welcher Beziehung zwei Menschen zueinander stehen. Wo das jetzt endlich gilt, liest du in der neuen Guten Woche.

Die Strompreise könnten bald zurückgehen. Die mehrheitlich staatliche Verbund AG hat jetzt mit dem “Österreich”-Tarif einen Stromtarif in Aussicht gestellt, der teilweise deutlich unter den Preisen der Landesversorger liegt, wie eine Berechnung des Momentum Instituts zeigt. Nur in Vorarlberg und Tirol zahlt man aktuell weniger für Strom. Für den Durchschnittshaushalt ergeben sich je nach Bundesland Einsparungen von bis zu 280 Euro pro Jahr. Für den billigeren Preis sorgt aber nicht der Markt, sondern politischer Druck. Die Regierung hat sich die Senkung der Strompreise als Ziel gesetzt. Mit dem bereits fixierten Sozialtarif können sich 250.000 einkommensärmere Haushalte ab 1. April fast zwei Drittel ihres Strompreises ersparen. Jetzt bleibt nur die Frage, ob die Landesenergieversorger mit den Preisen nachziehen.
Spanien will ab April etwa einer halben Million Migrant:innen ein Aufenthaltsrecht verleihen. Damit beschreitet das Land den entgegengesetzten Weg vieler westlicher Länder. Voraussetzung dafür: Die Personen müssen sich bereits vor 2026 in Spanien aufgehalten und bei der Antragstellung schon fünf Monate im Land gelebt haben. Außerdem dürfen sie keine relevanten Vorstrafen vorweisen. Spanien sieht darin auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit, das Land benötigt in vielen Branchen Arbeitskräfte. Die Maßnahme ist nicht neu: Bereits unter dem konservativen Regierungschef José María Aznar gab es um die Jahrtausendwende mehrere Verfahren zur Ausstellung von Aufenthaltsgenehmigungen.

Aus der Kategorie “Viel zu spät, aber doch”: Frankreich wird Sex als eheliche Pflicht abschaffen. Das haben die Abgeordneten der Nationalversammlung einstimmig beschlossen. Bisher gab es diese Pflicht, deren Verweigerung im Scheidungsverfahren als Schuld für die Zerrüttung der Ehe angeführt werden konnte. Damit wird das Konsens-Prinzip rechtlich nicht mehr untergraben. Diese Pflicht stand eigentlich nicht klar im französischen Zivilgesetzbuch, unklare Begrifflichkeiten wurden aber bis zuletzt von Richter:innen so eingeschätzt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gab jedoch einer Französin vor einem Jahr recht, die gegen so ein Urteil im Scheidungsverfahren geklagt hatte.

Guatemalas Regierung hat die Förderung im “Xan” Ölfeld gestoppt, das im Nationalpark Laguna del Tigre liegt. Jahrzehntelang wurden dort 90% von Guatemalas Rohöl gefördert - auf Kosten der Natur. Im August 2025 endete der Vertrag mit der anglo-französischen Ölfirma Perenco, den die Regierung - zugunsten des Regenwaldes und des Klimaschutzes - nicht verlängerte. Das Ölfeld wird nun teils wieder verwildert. Außerdem entsteht eine Basis für Militär und Polizei, von der aus der Regenwald geschützt und Kriminalität bekämpft werden soll. Das Ölfeld zog mit illegaler Viehzucht, Holzabbau und Drogenhandel kriminelle Strukturen an, wofür jährlich tausende Hektar Regenwald abgeholzt wurden. Das Ende der Ölförderung ist gut für die Umwelt. Naturschützer warnen allerdings auch vor einer politischen Show, denn die große Korruption in Guatemala birgt die Gefahr, dass der kriminelle Raubbau an der Natur weitergeht.
Im Dezember 2025 wurden in der EU erstmals mehr Elektro- als Verbrennerautos verkauft. Gleichzeitig sind die Verkaufszahlen von Verbrennern 2025 im Vergleich zu 2024 um 19% gesunken. Insgesamt wurden 2025 rund 1,88 Millionen neue Elektroautos registriert. 62% der Neuanmeldungen kommen aus vier Ländern: Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Platz 1 der meisten Neuanmeldungen in der EU ging im Dezember 2025 an Hybridautos. Elektroautos belegten erstmals Platz 2 – vor den klassischen Verbrennern. Mit den Verbrenner-Verkaufszahlen ist noch etwas gesunken: die Glaubwürdigkeit der Autokonzerne. Diese lobbyierten gegen das EU-weit geplante Verbrenner-Aus. Ihr Argument: Niemand kaufe E-Autos, die Nachfrage sei zu gering. Der Verbrenner müsse bleiben. So viel dazu.

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