- Die Gute Woche
- Posts
- Kleine Revolution bei Apple
Kleine Revolution bei Apple
Eine kleine Revolution gab es bei Apple und bei der Blutspendeverordnung.

Guten Morgen!
Eine kleine Revolution gab es bei Apple und bei der Blutspendeverordnung in Österreich. Weitere gute Nachrichten liest du in dieser Guten Woche.

Die Tech-Riesen im Silicon Valley, einschließlich Apple, mögen eine Sache gar nicht: Gewerkschaften. Nun haben aber die 85 Angestellten eines Apple Stores in Towson, Maryland, als erste in den USA einen Tarifvertrag erkämpft. Aufgrund stagnierender Verhandlungen mit Apple streikten sie erfolgreich und erreichten eine dreijährige Vereinbarung. Die beinhaltet 10 Prozent mehr Lohn, ein verbesserter Arbeitsschutz und mehr Jobsicherheit. Der Store in Maryland ist einer von nur zwei gewerkschaftlich organisierten Apple-Standorten in den USA. Diese Einigung in Towson könnte einen Präzedenzfall für zukünftige Arbeitsverhandlungen schaffen. Denn insgesamt gibt es 271 Apple-Stores in den USA.

“Blutspenden soll für alle möglich sein - egal, wen man liebt oder welches Geschlecht man hat”, verkündet Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). Die Blutspendeverordnung wurde angepasst.
Damit soll Blutspenden sicherer werden. Männer dürfen nur mehr zwei Liter Blut pro Jahr spenden, Frauen 1,5 Liter. Erlaubt sind damit maximal drei beziehungsweise vier Spenden pro Jahr im Abstand von mindestens acht Wochen. Erstmals gibt es auch medizinische Vorgaben für diverse und intergeschlechtliche Personen. Sie durften zwar auch vorher schon spenden, es gab aber keine vordefinierte Höchstmenge oder Intervalle. Das ändert sich nun.
Blutspenden wird damit weiter von Diskriminierung befreit. Sie wurde nun in Begutachtung geschickt. Noch im Herbst 2024 soll sie in Kraft treten.

Wann haben Bäume dich zuletzt überrascht? Bei Wissenschaftler:innen der Universität Birmingham haben sie das jetzt geschafft. Sie entdeckten in Baumrinden Mikroben, die sich von Methan ernähren. Lange wurde angenommen, dass es die Mikroben nur im Erdboden gibt.
CO2 wird von Bäumen in ihren Wurzeln gespeichert. Da die Mikroben in der Baumrinde das Methan „fressen“, entfernen sie es permanent. Sie sind darin vielleicht noch effizienter als die Mikroben im Erdboden. Das heißt die Bäume sind im Kampf gegen die Klimakrise noch besser als bisher angenommen.

“Stolzmonat” ist eigentlich nur die direkte Übersetzung des “Pride Month”. Der Begriff wurde von Rechtsextremen in den vergangenen Jahren immer mehr instrumentalisiert. Er soll ein “Gegenpol” zum Pride Month sein. Extrem rechts, intolerant und hasserfüllt. Dem wollte der Aktivist und YouTuber Fabian Grischkat etwas entgegensetzen. Er hat sich im Juni die Markenrechte am Wort “Stolzmonat” gesichert. Grischkat begann, das Wort umzudeuten und auf T-Shirts zu drucken.
Der bisherige Erlös der Initiative über 10.000 Euro ging jetzt an die Magnus Hirschfeld-Stiftung. Damit wird eine Ausstellung finanziert, in der die Verfolgung queerer Menschen während der Nazi-Zeit thematisiert wird.

Folgende Top-Stories hast du diese Woche nur auf MOMENT.at gelesen.
Die Absage der Taylor Swift-Konzerte hat viele Menschen getroffen. Es geht aber um mehr als die Konzerte. Drei Aspekte, über die wir reden sollten.
Wo sie Hilfe bekommen sollten, erfahren queere Menschen oft Gewalt und Anfeindungen. Wie es ist, queer und obdachlos zu sein.
Dass es den einen besser gehe, wenn es anderen schlechter geht, ist populistischer Quatsch, kommentiert Lisa Wohlgenannt.
Terror bekämpft man nicht mit Terror, analysiert Natascha Strobl die Situation in England.
Bekommt eine syrische Familie zu viel Sozialhilfe? Darf eine Boxerin an Olympia teilnehmen? Über zwei Skandale, die keine sind.
Schönes Wochenende!
Das MOMENT.at-Team
Unterstütze MOMENT.at
MOMENT.at arbeitet unabhängig von Parteien, Banken und Konzernen. Damit das möglich ist, brauchen wir die Hilfe möglichst vieler Menschen. Alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du hier. Jeder Euro macht einen Unterschied. Danke!