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Im Strafrecht und im Sport: mehr Rechte für Frauen!

Ein verpixeltes Bild von zwei Frauen, die sich freuen und die Hände nach oben reißen

Guten Morgen!

Mehr Frauenrechte und weniger Ultra Fast Fashion sind Nachrichten, die uns diese Woche gefreut haben und hoffentlich auch dich. Wie jeden Samstag schicken wir dir auch heute die Gute Woche.

Ein verpixeltes Bild von mehreren Menschen, die uns den Rücken zugewandt haben und die Arme heben
  • In Frankreich sind Gebühren für Ultra Fast Fashion in Kraft getreten. Zwischen 50 Cent (bei Unterwäsche) und 12 Euro (bei Mänteln) werden auf Produkte eingehoben, die massenhaft produziert, ultrabillig angeboten und nicht zu reparieren sind. In den kommenden Jahren sollen die Gebühren steigen. Wie schädlich Fast Fashion für Arbeitnehmer:innen, Umwelt und Klima sind, haben wir zu Beginn des Jahres in unserer großen Doku untersucht.

  • Nach mehreren schweren Fällen sexualisierter Gewalt gegen betäubte Frauen will das Justizministerium jetzt endlich das Sexualstrafrecht überarbeiten. Eine Arbeitsgruppe soll nun prüfen, ob auch der Besitz von Aufnahmen sexualisierter Gewalt und Vergewaltigungen an Erwachsenen strafbar werden soll. Herstellung und Verbreitung sind es bereits.
    Anlass ist unter anderem der Fall einer 40-jährigen Frau aus Oberösterreich, die von ihrem Ehemann und einem weiteren Mann sexuell missbraucht wurde und an den ihr zugefügten Verletzungen starb. In Österreich wurden zuletzt drei Fälle bekannt, in denen Frauen betäubt und vergewaltigt wurden. MOMENT.at hat darüber umfassend berichtet. Europaweit wurden außerdem Onlinegruppen entdeckt, in denen Männer solche Taten teilen und sich gegenseitig Tipps zum Betäuben ihrer Partnerinnen gaben.
    Die Grünen kritisieren, dass die Reform zu langsam vorankomme, und fordern zusätzlich das Prinzip „Nur Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht.

Verpixeltes Foto von drei Windrädern
  • Turkmenistan hat laut einer UN-Beobachtungsstelle begonnen, seine Lecks in den Gas- und Ölleitungen zu stopfen. Durch solche undichten Stellen entströmt das besonders klimazerstörende Treibhausgas Methan. Satelliten haben 2022 über 1.000 solcher Lecks festgestellt, wobei ungefähr ein Drittel davon einfach zu beheben seien. Die meisten Problemstellen gibt es eben in Turkmenistan (192) - acht große davon wurden nun behoben. Andere Länder, wie die USA (138 Lecks) unter Donald Trump reagierten bisher nicht auf die Warnungen. Wertvolles Erdgas einfach in die Atmosphäre entweichen zu lassen, ist eine der schädlichsten, verschwenderischsten und vermutlich dümmsten Arten, unseren Planeten zu zerstören.

  • In Großbritannien sind Balkonkraftwerke - kleinere Solarpanele, die einfach über die Steckdose angeschlossen werden können - nun nicht mehr verboten. Solche Geräte können selbst installiert werden und in der Regel auch von Mieter:innen an ihren Balkongeländern angebracht werden. Bei guter Sonnenlage kann das die Stromrechnung mit nachhaltiger Energie um ein paar hundert Euro im Jahr senken. In Österreich darf so eine Anlage bis zu 800 Watt (in der Regel sind das zwei Panele) ohne Zustimmung der Stromversorger installiert werden. Die Geräte haben in den vergangenen Jahren einen kleinen Boom erlebt. Eine vergleichbare Regel gilt nun auch im Vereinigten Königreich.

Verpixeltes Foto von einer Person in einem Labor, die in ein Mikroskop blickt
  • Bei Schwangerschaftstest reagieren Antikörper auf ein gewisses Hormon. Was viele nicht wissen: Damit das funktioniert, brauchen die Tests Tiere. Mäuse, Rinder und Kälber sind in unterschiedlichen Verfahren Teil davon, dass wir schnell feststellen können, ob jemand schwanger ist. Das bedeutet auch: So ein Test ist nicht vegan. Das muss aber nicht länger so sein. Das deutsche Startup “Phaeosynt” hat auf Basis von Algen eine Alternative entwickelt - seit ein paar Monaten ist sie auch in Österreich erhältlich.

  • Forschende haben vermutlich eine neue Behandlungsmethode für die Schlafkrankheit Narkolepsie gefunden – die erste, die nicht an einzelnen Symptomen, sondern an der Ursache der Krankheit ansetzt. Der Wirkstoff Oveporexton hat in zwei Phase-III-Studien gut abgeschnitten. Solche Studien sind der letzte Schritt der klinischen Prüfung eines neuen Medikaments und die Grundlage für die Marktzulassung. China, Japan und die USA haben den Wirkstoff bereits zugelassen. Ungefähr einer von 3.000 bis 10.000 Menschen hat Narkolepsie, Betroffene leiden an extrem starker Tagesschläfrigkeit und schlafen oft in den unpassendsten Situationen ein.

verpixeltes Bild einer Superheldin mit Cape
  • Österreichs Eishockey-Nationalspielerinnen haben sich im Streit um bessere Bedingungen durchgesetzt. Aus Protest hatten sie zuletzt das Nationalteam boykottiert und so gemeinsam mit der Gewerkschaft bessere Bezahlung und professionellere Bedingungen gefordert. Nun haben sich Spielerinnen und Verband auf Verbesserungen geeinigt. Ab 2027 soll es unter anderem ein neues Vergütungsmodell für alle drei Senioren-Nationalteams (Frauen, Männer und Para) und professionellere Rahmenbedingungen geben, außerdem werden Trainingsplanung und medizinische Betreuung verbessert.

    Mehr als 8.000 Menschen unterstützten die Forderungen der Spielerinnen. Nach der Einigung beenden sie nun ihren Boykott und werden im November erstmals bei einer A-Weltmeisterschaft antreten.

verpixeltes Bild einer Gruppe Menschen, die alle in die Kamera blicken

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