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Gute Nachrichten flattern jetzt klimaschonender ins Haus

Mehr Rechte für gleichgeschlechtliche Paare, weniger Diskriminierung am Arbeitsplatz und bessere Aussichten fürs Klima haben uns diese Woche gefreut.

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Guten Morgen!

Mehr Rechte für gleichgeschlechtliche Paare, weniger Diskriminierung am Arbeitsplatz und bessere Aussichten fürs Klima haben uns diese Woche gefreut. Wie immer verlierst du mit der Guten Woche nicht den Blick auf das Positive.

  • Menschen werden in Bewerbungsverfahren und am Arbeitsplatz noch immer wegen ihrer Frisuren benachteiligt und ausgeschlossen. Dabei geht es nicht nur um Afros, Braids oder Locs - sondern allgemein um Farbe, Länge und Styling der Haare.

    Vor allem BIPoC sehen sich oft dazu gezwungen ihre Haare zu verändern, um Diskriminierung zu vermeiden. In Frankreich wurde nun ein Gesetzesvorschlag gegen diese Form der Diskriminierung eingebracht – mit guten Chancen auf Umsetzung. Er orientiert sich an einem Gesetzestext aus den USA und soll das bestehende Arbeitsrecht verstärken. Es soll die Chancen von Betroffenen bei Gerichtsverfahren verbessern. Bei Verstößen sollen Geld- oder sogar Haftstrafen drohen. Frankreich könnte damit das erste Land werden, das Diskriminierung im Beruf wegen einer bestimmten Frisur ausdrücklich verbietet.

  • Die gleichgeschlechtliche Ehe hat in Thailand eine weitere Hürde zur Umsetzung genommen. Das thailändische Unterhaus hat mit überwältigender Mehrheit für ein Gesetz gestimmt, das die Gleichstellung der Ehe rechtlich verankert. Senat und König müssen noch zustimmen, beides gilt als Formsache. Thailand wäre damit das erste Land in Südostasien, das die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt. In Asien haben bislang nur Taiwan und Nepal die Ehe für alle anerkannt.

  • Wer in Köln beim Schwarzfahren erwischt wird, muss künftig nicht mehr mit Gefängnisstrafen rechnen. Bereits im Dezember hat der Stadtrat beschlossen, keine Strafanzeige mehr zu stellen, wenn Personen ohne gültigen Fahrschein kontrolliert werden. Nun wird es Realität. Damit sollen vor allem ärmere, wohnungslose und suchtkranke Menschen entlastet werden. Sie konnten die Geldstrafe oft nicht zahlen und mussten eine Haftstrafe in Kauf nehmen. Auch auf deutscher Bundesebene soll Schwarzfahren entkriminalisiert werden. Die Forderungen danach gibt es schon lange. Andere deutsche Städte wie Düsseldorf haben sie bereits umgesetzt.

Klima-Hoffnung
  • Rund 33 Millionen Tonnen Abfall verschiffen EU-Länder jährlich an Drittstaaten. Wie es dort mit ihm weitergeht, liegt nicht mehr in der EU-Verantwortung. Das soll sich jetzt ändern. Die EU-Umweltminister:innen haben festgelegt, dass Müll aus EU-Staaten in Zukunft umweltfreundlicher weiterverarbeitet werden soll und nicht mehr im großen Stil an Drittstaaten exportiert werden darf. Unser Mist soll künftig nur noch in bestimmte Länder außerhalb der Organisation (OECD) für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung exportiert werden. Diese müssen nachweisen, dass sie den Müll umweltschonend verarbeiten. Und explizit zustimmen, unseren Müll importieren zu wollen. Für gefährliche Abfälle soll der Export komplett verboten werden.
    Bereits im Jänner hat die EU ein Gesetz beschlossen, das den Export von Müll in der Länder außerhalb der OECD stärker einschränkt. Das Ziel: Umweltverschmutzung zu reduzieren und Plastik besser zu recyclen. Das ist Teil des Europäischen Green Deals.

  • Mit Briefen aus der Luft ist jetzt Schluss. Die Deutsche Post beendet nach über 60 Jahren ihre Briefbeförderung per Flugzeug im Inland. Durch die Umstellung auf den ausschließlichen Transport über den Landweg soll sich die Klimabilanz des Unternehmens verbessern. Der CO₂-Ausstoß pro Brief reduziert sich so über 80 Prozent, heißt es laut Firmenangaben. Bisher gab das deutsche Postgesetz vor, dass 80 Prozent aller abgeschickten Briefe schon am nächsten Tag im Briefkasten der Empfänger:innen liegen sollten. Deshalb nutze man bislang Postflugzeuge. Das Postgesetz wird aktuell überarbeitet. Obwohl die neuen Regeln offiziell noch nicht gelten, zieht die Post schon jetzt einen Schlussstrich.

Mut-Macher:in
  • Ein Mut-Macher der etwas anderen Art: Manchmal werden Menschen auch verdient zur Kasse gebeten. So wurde bekannt, dass KTM-Chef Stefan Pierer doch eine saftige Steuernachzahlung von mindestens 6 Millionen Euro ausgefasst hat. Und das alles nur, weil er sich zwei Wochen vor Inkrafttreten eines Steuerabkommens zufällig 20 Millionen Euro aus Liechtenstein überwiesen hat. So ein Pech! Dabei hat Pierer 2017 über eine Sprecherin ausrichten lassen, dass alles ordnungsgemäß versteuert wurde. Nur zwei Wochen später folgte allerdings eine Selbstanzeige, wie jetzt dank Standard und ORF bekannt wurde.

    Pierer fällt immer wieder durch Aussagen zu “Leistung” auf. Jungen Menschen richtet er aus, dass “leistungsloser Wohlstand ein Traum” sei. Den 12-Stunden-Tag hat Pierer immer wieder gefordert. Zu 11 Millionen Euro an Corona-Hilfen und 15 Millionen Euro an weiteren Förderungen hat KTM allerdings nicht Nein gesagt.

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