- Die Gute Woche
- Posts
- Grün, Paris, am grünsten
Grün, Paris, am grünsten

Guten Morgen!
Endlich gibt es wieder Klimaziele zu feiern und Blutspenden ist für Spender:innen gesund. Alles dazu liest du in dieser Guten Woche.

Warum sich die Mehrheit des Nationalrats entschieden hat, Walter Rosenkranz als Nationalratspräsident und damit in das formal zweitwichtigste Amt der Republik zu wählen? Die Frage über ihr Verhältnis zum weit rechten FPÖ-Politiker und Mitglied einer schlagenden, deutschnationalen Burschenschaft müssen diese Abgeordneten selbst beantworten. (Die 100 Stimmen bei der geheimen Abstimmung dürften vor allem Mandatare von FPÖ und ÖVP gewesen sein, aber nur die Grünen waren immer klar gegen seine Bestellung.) Er kam seither auch in die Schlagzeilen, weil er als ersten Gast den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban empfing und er seinen Büroleiter nur widerwillig ersetzte, gegen den unter anderem wegen des Verdachts auf Wiederbetätigung ermittelt wird.
Nun wurde im Nationalrat immerhin beschlossen, dass Rosenkranz als Vorsitzender des “Nationalfonds” abgewählt werden kann. Bisher konnte er diesen Posten nicht einmal freiwillig abgeben. Der Nationalfonds ist für die Entschädigung von Opfern des Nationalsozialismus zuständig.

Auf das denkmalgeschützte Dach des Wiener Ernst-Happel-Stadions wurden binnen weniger Monate über 9.000 Sonnenstrom-Module installiert. Die Wien Energie geht als Betreiber davon aus, dass man damit künftig theoretisch den Strom-Jahresbedarf von etwa 1.100 Haushalten erzeugen wird. So weit muss der Strom nach der endgültigen Fertigstellung ab Ende des Jahres aber gar nicht fließen - die Energie soll im Stadion und dem nahegelegenen Stadionbad benutzt werden. Auch eine Geothermie-Anlage unter den Trainingsplätzen soll noch folgen.
Paris wird noch grüner! 500 Straßen sollen autofrei werden, denn bei einer Bürger:innenbefragung sprach sich eine klare Mehrheit der Pariser:innen dafür aus. In jedem der 20 Pariser Stadtviertel werden künftig rund 25 Straßen zu grünen Fußgängerzonen umgewandelt werden. In Zukunft soll jeder Mensch in Pariser in weniger als 300 Metern Entfernung von der eigenen Wohnung eine bepflanzte und fußgängerfreundliche Straße haben.
Kein Greenwashing mehr für Lufthansa: das Flugunternehmen warb immer wieder mit einem vermeintlichen CO₂-Ausgleich, sollte man mit ihnen fliegen. Das begründeten sie mit ihrem Beitrag an Klimaschutz-Projekten oder dem Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF).
Das verbietet jetzt das Landgericht Köln nach der Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH). “Das Gericht bestätigt unsere Kritik und geht darauf ein, wie eine der weltweit größten Airlines systematisch die Kundinnen und Kunden täuscht und eine Klimaneutralität von Flugreisen gegen zusätzliche Gebühren vorgaukelt”, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Häufiges Blutspenden stärkt die Regeneration von Blutzellen. Von klonaler Blutbildung sind ungefähr 10 Prozent der Menschen ab 60 Jahren betroffen. Diese Klone erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Blutkrebs und andere Krankheiten. Eine Studie des deutschen Krebsforschungszentrum ergab, dass bei regelmäßigen Blutspender:innen Mutationen im DNMT3A-Gen deutlich öfter auftreten. Menschen mit diesen Mutationen reagieren besonders sensibel auf das EPO-Hormon, das bei Menschen nach einem Blutverlust ausgeschüttet werden. Das heißt: Dank der höheren Sensibilität teilen sich die Blutstammzellen schneller und können einen Blutverlust schneller ausgleichen. Definitiv ein weiterer guter Grund, um regelmäßig Blutspenden zu gehen!

Folgende Top-Stories hast du diese Woche nur auf MOMENT.at gelesen.
Die Krise wird nach unten weitergegeben und das ist ein Problem, kommentiert Barbara Blaha
Wieso es Lohnraub ist, wenn wir Feiertage streichen oder in Urlaub umwandeln
Wieso ein Mann Fredi ein Foto geschickt hat und ihr dafür viel Geld zahlen musste
Wieso das Budgetloch größer als gedacht ist und eigentlich nie sein hätte müssen
Schönes Wochenende!
Das MOMENT.at-Team
Unterstütze MOMENT.at
MOMENT.at arbeitet unabhängig von Parteien, Banken und Konzernen. Damit das möglich ist, brauchen wir die Hilfe möglichst vieler Menschen. Alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du hier. Jeder Euro macht einen Unterschied. Danke!