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Geht ja eh!
Bei manchen Entwicklungen dieser Woche mussten wir unweigerlich denken: “Bitte, geht ja.” Sogar die Überreichen stimmen uns diesmal dabei zu.

Guten Morgen!
Bei manchen Entwicklungen dieser Woche mussten wir unweigerlich denken: “Bitte, geht ja!” Sogar die Überreichen stimmen uns diesmal dabei zu. Aber mehr dazu in der Guten Woche.

Sie wird gerne als Träumerei abgestempelt: die 4-Tage-Woche bei vollem Lohn. Doch aus dem Traum wird immer häufiger Realität. Die neueste Entwicklung: Schottland will bei Beamt:innen für ein Pilotprojekt die 4-Tage-Woche einführen.
Auch in Deutschland bewegt sich etwas. Die IG Metall fordert für 68.000 Beschäftigte in Verhandlungen ab November eine Arbeitszeit von 32 Stunden. Und selbst in den USA wollen Abgeordnete in einigen Staaten Gesetze zur Arbeitszeitverkürzung einführen. Ob sie das durchsetzen, ist fraglich. Aber die Idee nimmt Fahrt auf.

1.200 Euro im Monat - ohne Arbeit, ohne Bedingung. Das ist die Idee hinter dem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE). Zu teuer wäre das, sagen Kritiker:innen. Nein, zeigt nun eine Studie aus Deutschland. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet vor: Bekommt jede:r Erwachsene 1.200 Euro und jedes Kind 600 Euro im Monat, kostet das Deutschland rund 1.100 Milliarden Euro. Nach dem Modell der Forscher:innen würde sich das unter anderem durch höhere Steuern auf Einkommen, die Abschaffung von Steuerprivilegien und weniger Sozialleistungen, die nicht mehr notwendig seien, finanzieren. 75 % der Ausgaben wären damit bereits gedeckt.

Selbst die Reichen wollen höhere Steuern für Reiche. Fast 300 Millionär:innen, Ökonom:innen und Politiker:innen fordern das in einem offenen Brief, wie der Guardian berichtet. Der richtet sich an die G-20-Staaten, die sich am Wochenende zum Gipfel in Neu-Delhi treffen.
Die Vorschläge dafür lägen bereits auf dem Tisch. Es gebe bereits eine Fülle an Vorschlägen von einigen der weltweit führenden Ökonom:innen, schreiben die Unterzeichner:innen. "Die Öffentlichkeit will es. Wir wollen es. Jetzt fehlt nur noch der politische Wille, es umzusetzen. Es ist Zeit für euch, den zu finden", heißt es. Und dass höhere Reichensteuern die "gefährlichen Ausmaße der Ungleichheit" verringern würden. Ob der politische Wille dafür da ist, wird sich zeigen.

Seit 2016 ist die ÖBB größter Anbieter für Nachtzüge in Deutschland. Die Kooperation der Deutschen Bahn und der ÖBB soll nun ausgebaut werden. Vor allem das Nachtzug-Angebot stößt aktuell an seine Grenzen. Nur wer schnell ist, bekommt einen Platz. Zukünftig sollen die Kapazitäten verdoppelt werden.
Ab Dezember soll es einen neuen Fahrplan geben. 66 neue Schlafwagen und 99 neue Liegewagen sollen in den kommenden Jahren eingeflottet werden. Die neuen Züge sollen zwischen Wien oder Innsbruck und Hamburg fahren. Die Verbindung von Wien nach Paris oder Brüssel soll ab 2024 täglich angeboten werden. Auch von Berlin soll man künftig nach Paris oder Brüssel per Nachtzug reisen können.

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