Freiheit für die Vielen, nicht die Unternehmen

Mehr Freizeit heißt mehr Freiheit. Mehr und einfachere Informationen auch. Mehr Freiheit für Unternehmen führt hingegen oft zu weniger Freiheit für alle.

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Guten Morgen!

Mehr Freizeit heißt mehr Freiheit. Freiere Informationen auch. Mehr Freiheit für Unternehmen führt hingegen oft zu weniger Freiheit für alle. Das könnte vielleicht verhindert werden, wie du in der neuen Ausgabe der Guten Woche liest.

Wir freuen uns auch noch über etwas anderes: Seit Montag läuft unsere neue Live-Show! Falls du’s verpasst hast, keine Sorge - bei “MOMENT live” geht es von Montag bis Donnerstag immer um 17 Uhr über aktuelle Entwicklungen in Politik, Klima, Gesellschaft und Arbeitswelt Du findest den Stream auf unserem YouTube-Kanal und auf MOMENT.at.

Und jetzt zu den anderen guten Nachrichten, die du diese Woche vielleicht verpasst hast:

  • Wer sie einmal erlebt hat, will sie nicht mehr missen. Und langsam aber sicher rückt sie immer näher: die 4-Tage-Woche. Jetzt startet in Deutschland ein Pilotprojekt. 50 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen nehmen teil. Das Ziel: Weniger arbeiten bei gleichem Lohn und selber Produktivität. Dass die bisherige Arbeitswoche in 4 Tage gedrückt wird, soll nicht vorkommen.

    Das Projekt wird von der Organisation “4 Day Week Global” organisiert, die schon erfolgreiche Pilotstudien in mehreren Ländern durchgeführt hat. Besonders eindeutig waren die Ergebnisse in Großbritannien. Fast die Hälfte der Mitarbeiter:innen fühlte sich weniger gestresst und zufriedener. Außerdem fühlten sie sich gesünder, die Krankenstände gingen stark zurück. Genug Gründe, die dafür sprechen, sodass die meisten Unternehmen das Modell nach dem Test beibehielten.

  • Es sollte die größte Freihandelszone der Welt werden. Jetzt könnte das EU-Mercosur-Abkommen zwischen den Staaten der EU und der südamerikanischen Wirtschaftsorganisation Mercor doch noch scheitern. Gegen das Abkommen gibt es nämlich viel Kritik: Standards für Umweltschutz und Arbeitsrechte fehlen im Entwurf offenbar weitgehend. Zudem wird der Nutzen des Abkommens für das Wirtschaftswachstum angezweifelt. Wer profitiert? Vor allem europäische Auto- und Chemieunternehmen sowie südamerikanische Agrar-Großkonzerne.
    Frankreich kündigt jetzt ein Veto gegen das Abkommen an und fordert die EU-Kommission zum Ende der Verhandlungen auf. Hintergrund dazu sind auch aktuelle Bauernproteste. Die EU will dennoch weiter verhandeln und das Veto umgehen. Gerade deshalb ist wichtig, dass der Druck gegen die Verhandlungen erhöht wird. Die österreichische Regierung ist dazu verpflichtet, das Handelsabkommen bei einer Abstimmung abzulehnen. Die NGO Attac fordert, dass Österreich jedoch noch stärker auf das sofortige Ende aller Verhandlungen drängen soll. Hier liest du mehr.

  • Seit rund zehn Jahren verhandelt Österreich darüber, dass sein Amtsgeheimnis abgeschafft wird. Diese Woche wurde endlich das neue Informationsfreiheitsgesetz verabschiedet, das es ablöst. Was sich dadurch alles ändern wird, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Klima-Hoffnung
  • Chinas wichtigster Wachstumsmotor ist saubere Energie. Eine aktuelle Analyse über das Jahr 2023 belegt, dass Investitionen in den Klimaschutz eine riesige wirtschaftliche Chance sind.
    Unter sauberen Energien werden Technologien und Infrastruktur verstanden, die es für eine klimafitte Energieversorgung braucht. Bei den Berechnungen wurden jedoch auch Investitionen in umweltschädliche Kernkraft dazugezählt. Allerdings waren die Branchen Solarenergie, Elektrofahrzeuge und Energiespeicherung besonders wichtig für den Anstieg des chinesischen BIP. Zum Vergleich: Chinas Ausgaben für saubere Energien sind fast so groß wie die gesamten weltweiten Investitionen in fossile Brennstoffe im Jahr 2023.

  • Gegen den Trend zur Wegwerfgesellschaft: In der EU soll es bald ein Recht auf Reparatur geben. Gelten soll das beispielsweise für Waschmaschinen, Staubsauger und Smartphones. Verbraucher:innen sollen sich für eine Reparatur direkt an den Hersteller wenden können. Auch, wenn sie ein Produkt bei einem Händler gekauft haben. Für reparierte Geräte soll die Garantie um ein Jahr verlängert werden. Auch danach kann eine Reparatur verlangt werden. Bislang produzierten die europäischen Verbraucher:innen rund 35 Millionen Tonnen Müll im Jahr, weil Produkte nicht repariert und durch Neuware ersetzt werden.

Folgende Top-Stories hast du diese Woche nur auf MOMENT.at gelesen.

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