Eine frische Injektion Hoffnung

Ein verpixeltes Bild von zwei Frauen, die sich freuen und die Hände nach oben reißen

Guten Morgen!

Die Woche war kurz, aber hat eine gehörige Portion Hoffnung mit sich gebracht. Was neben guten Wahlergebnissen noch so los war, haben wir auch diesmal wieder in der Guten Woche für dich gesammelt.

Ein verpixeltes Bild von mehreren Menschen, die uns den Rücken zugewandt haben und die Arme heben
  • Die britische Regierung will finanziell schwache Haushalte in den kommenden Monaten unterstützen. Dazu hat sie Banken in die Pflicht genommen: Für 15 Monate wird der sogenannte Bankenzuschlag von drei Prozent auf sechs Prozent verdoppelt. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Steuer auf Übergewinne, die erst ab einem bestimmten Wert gilt. Die Maßnahme soll etwa 1,5 Milliarden Pfund einholen. Rund 20 Millionen Haushalte sollen einmalig 100 Pfund erhalten, um vor allem die erhöhten Heizkosten auszugleichen. Unter der konservativen Regierung von Rishi Sunak wurde der ursprüngliche Steuersatz dieser Übergewinnsteuer von acht Prozent auf drei gesenkt.

Verpixeltes Foto von einer Demonstration, eine Menschenmenge mit Schildern ist zu erkennen.
  • Die wohl besten Nachrichten der Woche kommen aus Serbien und Brasilien: Bei beiden Wahlen mussten rechte Kräfte Niederlagen einstecken. In Serbien gewann eine von Studierenden getragene Liste gegen das Bündnis des langjährigen Machthabers Aleksandar Vučić. Vorausgegangen waren fast zwei Jahre voller Proteste gegen Korruption und Machtmissbrauch. Der Erfolg macht Mut: Wer sich gemeinsam für Veränderung einsetzt, kann auch scheinbar unbesiegbare Regierungen ablösen.

    In Brasilien wurde der linke Präsident Lula da Silva mit rund 51,8 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Er setzte sich gegen Flávio Bolsonaro durch, den Sohn des früheren rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro. Damit bleibt der Bolsonaro-Familie die Rückkehr ins Präsidentenamt verwehrt. Beide Wahlen zeigen: Der Rechtsruck ist kein Naturgesetz - Wähler:innen können eine andere Richtung vorgeben. Auch bei der Wahl in Israel hat der Block um Premier Netanjahu zumindest keine klare Mehrheit erhalten. Am Dienstag steht mit den Midterms in den USA der nächste Wegweiser vor der Tür.

Verpixeltes Foto von einer Person in einem Labor, die in ein Mikroskop blickt
  • Zwei ehemalige Studierende einer US-Privatuniversität haben in den letzten Jahren einen Apparat entwickelt, der Nano- und Mikroplastikpartikel aus dem Abwasser filtert. Dabei ahmt das Gerät Pflanzen nach, die Wasser bei Kontakt abperlen lassen, Mikroplastikpartikel jedoch anziehen. Das Mikroplastik wird dadurch gesammelt und kann anschließend zur Weiterverarbeitung in eine Recyclinganlage geschickt werden. Vor kurzem wurde der Apparat als Pilotprojekt in Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey in Betrieb genommen. Nach zwei Jahren will die Stadt evaluieren, ob das Gerät hält, was es verspricht. In Labortestes konnte ein Prototyp zumindest 98 Prozent des Mikroplastiks aus dem Abwasser filtern. In der Zukunft möchten die Erfinder:innen auch Apparate entwickeln, die auf Häuser und Wohnanlagen angewendet werden können.

verpixeltes Bild einer Superheldin mit Cape
  • Die Lebensräume von Koalas werden zunehmend von Landwirtschaft, Siedlungsbau und großflächigem Holzfällen bedroht. Auch die Buschbrände in Australien im Jahr 2019/2020 sollen rund 60.000 Koalas getötet haben, schätzt der WWF. Laut einem Bericht des australischen Rundfunksenders SBS News könnten Koalas im Bundesstaat New South Wales bis 2050 aussterben, wenn die Politik keine Gegenmaßnahmen setzt. Nach jahrelangen Kampagnen von Naturschützer:innen einigte sich das Parlament von New South Wales schließlich darauf, einen Nationalpark speziell für Koala-Bären zu errichten. Das rund 478.000 Hektar große Schutzgebiet soll ungefähr 12.000 Koalas ein sicheres Zuhause bieten und vom Aussterben bewahren.

verpixeltes Bild einer Gruppe Menschen, die alle in die Kamera blicken

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