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Ein Hoch auf die Vier-Tage-Woche

Guten Morgen!
Weniger Burnout durch weniger Arbeit, weniger Abholzung im Amazonas und mehr Staatsbürger:innen in Österreich. Diese und andere gute Nachrichten wie jeden Samstag in der Guten Woche.

Eine große Studie zeigt: Eine Vier-Tage-Woche kann Burnout deutlich reduzieren, ohne dass die Produktivität darunter leidet. Dafür wurden fast 2.900 Beschäftigte in 141 Unternehmen aus sechs Ländern untersucht. Viele reduzierten ihre Arbeitszeit auf etwa 32 Stunden bei gleichem Gehalt. Nach sechs Monaten waren die Beschäftigten weniger erschöpft, zufriedener und berichteten von einer besseren psychischen und körperlichen Gesundheit.
Auch Schlafprobleme und Müdigkeit gingen zurück. Besonders stark waren die Verbesserungen bei Menschen, die ihre Arbeitszeit um mindestens acht Stunden pro Woche verringerten. Einen befürchteten Einbruch der Produktivität stellten die Forschenden nicht fest.

In Massachusetts sind Schwangerschaftsabbrüche künftig auch nach der 24. Woche möglich. Ärzt:innen bekommen mehr Spielraum, wenn ein später Abbruch medizinisch notwendig ist. Gouverneurin Maura Healey betont, dass solche Entscheidungen zwischen Patient:innen und Ärzt:innen getroffen werden sollen und nicht von Politiker:innen. Das Gesetz ist auch eine Reaktion auf die strengeren Abtreibungsverbote in vielen anderen US-Bundesstaaten. Seit 2022 dürfen die einzelnen Staaten ihre Regeln weitgehend selbst festlegen. Massachusetts baut den Zugang deshalb bewusst weiter aus.

Mehr Staatsbürgerschaften wurden im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr verliehen. 13.700 Personen erhielten die österreichische Staatsbürgerschaft. Das sind 2.035 und damit 17 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. In acht von neun Bundesländern wurden mehr Menschen eingebürgert als noch 2025. Nur in Oberösterreich waren es weniger.
Das ist eine gute Entwicklung. In Wien durften 2025 bei der Gemeinderatswahl 35 Prozent der in Wien lebenden Personen über 16 nicht wählen - weil sie keinen österreichischen Pass hatten. Das ist ein Problem für die Demokratie, wenn so viele Menschen die Politik nicht mitbestimmen können, die ihr Leben beeinflusst.
Über dieses Thema findest du einige Beiträge hier.

Im brasilianischen Amazonasgebiet ist die Abholzung auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken. Zwischen August 2025 und Juli 2026 wurden rund 2.874 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt. Das sind 36 Prozent weniger als im Jahr davor. Auch die durch Waldbrände zerstörte Fläche ist stark zurückgegangen und erreichte den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1983. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat seit seinem Amtsantritt 2023 Umweltkontrollen und Klimaschutz wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt. Unter seinem Vorgänger Jair Bolsonaro waren Abholzung und Brandrodungen dagegen deutlich gestiegen. Lulas Ziel ist es, die Abholzung im Amazonasgebiet bis 2030 vollständig zu stoppen.

In Uganda haben Forschende ein natürliches und günstiges Mittel gegen Mücken entdeckt: Es enthält Katzenminze und wirkt ähnlich gut wie das chemische Mückenschutzmittel DEET. Die Alternative könnte mehr Menschen vor Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber oder Dengue schützen, da sie günstiger und genauso effektiv ist.

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