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Ein gesünderes Leben für alle
Die Woche war kurz, da schließen wir uns an. Und liefern dir einen knackigen Überblick über Themen, die uns diese Woche gefreut haben. Mit dabei Verbesserungen im Straßenverkehr, bei der Gesundheit und im digitalen Raum.

Guten Morgen!
Die Woche war kurz, da schließen wir uns an. Und liefern dir einen knackigen Überblick über Themen, die uns diese Woche gefreut haben. Mit dabei Verbesserungen im Straßenverkehr, bei der Gesundheit und im digitalen Raum. Wie immer kompakt in der Guten Woche für dich zusammengefasst.

Seit zwei Jahren ist man auf den meisten Straßen im französischen Lyon nur noch mit Tempo 30 unterwegs. Jetzt zeigt sich, wie sinnvoll die Maßnahme war. Die Bilanz der Stadt zählt seit März 2022 35% weniger Unfälle auf. Bei schweren Unfällen waren es sogar knapp 40%. Das Ziel bei der Einführung war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Verkehrsfluss zu beruhigen. Vor allem Fußgänger:innen und Radfahrer:innen sollten davon profitieren.
Die Stadt ist sich sicher: Mit Einführung von Tempo 30 habe man Leben im Straßenverkehr gerettet. Auch in Paris, Grenoble, Lille gilt auf mehr als 80 Prozent der Straßen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. In Österreich sind 65% der Bevölkerung bisher gegen ein generelles Tempolimit von 30 in Ortsgebieten.

Wer andere Menschen im Internet verbal verletzt oder beleidigt, macht sich in Schottland künftig strafbar. Bis zu 7 Jahre kann man für Diskriminierung aufgrund von Alter, Behinderung, Religion, sexueller Orientierung, trans* Identität oder inter* Geschlechtlichkeit ins Gefängnis gehen. Das ist ein wichtiger Schritt, um gegen Hass im digitalen Raum aktiv zu werden. Menschenrechtsaktivist:innen sind sich sicher: Hassrede zu verbieten, ist richtig.
Aber viele Schlüsselbegriffe des Gesetzes sind noch sehr vage formuliert. Wie einzelne Begriffe rechtlich definiert sind, ist bisher nicht eindeutig festgelegt. Das lasse Raum für Interpretation und führe eher zu Verwirrung als für wirklichen Schutz potenzieller Opfer, argumentieren Kritiker:innen. Auch wenn das Gesetz noch Fragen offen lässt, zeigt es, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist.

Die Klimakrise führt zu mehr extremen Wetterlagen. Diese verursachen immer mehr Schäden. Öl- und Gasunternehmen haben großen Anteil an der Klimakrise. Also müssen sie auch für die Konsequenzen zahlen. Klingt zu einfach? Genau das könnte in einigen US-Bundesstaaten bald schon Realität sein. In Vermont steht ein Gesetz kurz vor der Unterzeichnung.
Danach wird eine Behörde alle Kosten aufschlüsseln, die von 1. Jänner 1995 bis 31. Dezember 2024 für die Bewohner:innen von Vermont durch CO2-Emissionen entstanden sind. Expert:innen erwarten, dass sich betroffene Unternehmen juristisch wehren, aber der Staat Recht behalten wird. Vermont wird auch nicht der einzige bleiben: Maryland, Massachusetts und New York haben ähnliches vor. Und sobald einige vorpreschen, werden andere folgen.

Die Lebenserwartung steigt weltweit. Laut einer Studie von 1990 bis 2021 um ganze 6 Jahre. Die Untersuchung beruft sich auf Schätzungen der Sterblichkeit in mehr als 200 Ländern und Regionen. Gründe dafür, dass Menschen weltweit immer älter werden, sind Fortschritte in der medizinischen Versorgung, Hygiene, Ernährung und Wohnsituation. Weitere Faktoren sind allgemein verbesserte Arbeitsbedingungen und der weltweit gestiegene Wohlstand. Das zeigt sich vor allem beim Rückgang der Todesfälle nach Darminfektionen, bei Atemwegserkrankungen sowie die verringerte Sterblichkeit durch Schlaganfälle und Herzkrankheiten.
Dennoch wird auch in Österreich deutlich: Je ärmer Menschen sind, desto schlechter ist ihr Gesundheitszustand. Damit man sich eine gute medizinische Versorgung nicht nur leisten kann, wenn man das Geld hat, braucht es mehr staatliche Förderung beim Kassensystem und bei Krankenhäusern sowie Primärversorgungszentren.

Wo nach Gold gegraben wird, geht es alles andere als glänzend zu. Denn um an das wertvolle Metall zu gelangen, wird Quecksilber eingesetzt. Vor allem die peruanische Wirtschaft ist von dem meist illegalen Abbau stark abhängig. Zum Nachteil von Umwelt und Gesundheit der Menschen vor Ort. Eine Region war davon besonders betroffen. Fast die Hälfte der Bewohner:innen von Madre de Dios waren erhöhten Quecksilberwerten ausgesetzt. Das führte zu Wachstumsstörungen und Schäden im Nervensystem. Einige Goldminenarbeiter:innen hatten davon genug. In einem Pilotprojekt haben sie innerhalb von drei Jahren spezielle Bäume gepflanzt, um den Regenwald wieder zurückzuholen. Eine dringend notwendige Maßnahme, die Natur und Menschen hilft. Derzeit entspricht die bearbeitete Fläche des Renaturierungs-Projekts ungefähr sechs Fußballfelder. In Zukunft soll das Projekt auch in anderen Regionen umgesetzt werden.

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